Sechs Wochen von der ersten Idee bis zum Start – und am Ende ein Podiumsplatz. Die Rallye Laichinger Alb wurde für twenty5 racing zu einem intensiven Wochenende, das gezeigt hat, wie entscheidend Vorbereitung, Vertrauen und präzise Zusammenarbeit im Rallyesport sind.
Was zunächst als spontane Idee begann, wurde innerhalb von nur sechs Wochen Realität: Gemeinsam bei einer Rallye an den Start gehen. Für Mirco bedeutete die Rallye Laichinger Alb die Rückkehr ins aktive Rallyegeschehen, für Korbinian dagegen eine Premiere – sein erster Einsatz als Beifahrer bei einer Rallye 35.
Entsprechend groß war die Anspannung, als es am 20. September 2025 tatsächlich ernst wurde.
Sechs Wochen Vorbereitung für wenige entscheidende Minuten
Rallyesport beginnt lange vor der ersten Wertungsprüfung. Gerade im Cockpit muss die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Beifahrer funktionieren, bevor die erste Stoppuhr läuft.
In den Wochen vor der Rallye investierten wir deshalb viel Zeit in die gemeinsame Vorbereitung. Wir trainierten Abläufe, Kommunikation und vor allem den Aufschrieb – tagsüber, abends und teilweise bis in die Dunkelheit.
Für Korbinian bedeutete das, innerhalb kurzer Zeit eine völlig neue Aufgabe zu erlernen. Während Mirco das Fahrzeug am Limit bewegt, muss der Beifahrer jederzeit wissen, was als Nächstes kommt, und die Informationen exakt im richtigen Moment liefern.
Bei Geschwindigkeiten von teilweise weit über 100 km/h bleibt keine Zeit für Missverständnisse. Hinter einer Kuppe ist die nächste Kurve für den Fahrer häufig nicht sichtbar. Ob es danach rechts oder links weitergeht, wie eng die Kurve ist und welche Besonderheiten folgen, kommt in diesem Moment ausschließlich vom Beifahrer.
Rallye ist deshalb kein Einzelsport. Fahrer und Beifahrer funktionieren als eine Einheit.
Vom Training auf die Wertungsprüfung
Mit dem Start der ersten Wertungsprüfung wurde aus wochenlanger Vorbereitung schließlich Realität.
Herzklopfen, Anspannung und Adrenalin waren spätestens an der Startlinie deutlich spürbar. Gleichzeitig zeigte sich bereits auf den ersten Kilometern, dass sich die intensive Vorbereitung ausgezahlt hatte.
Die Kommunikation im Toyota GR Yaris funktionierte, die Abläufe wurden mit jeder Wertungsprüfung sicherer und auch das Vertrauen zwischen Fahrer und Beifahrer wuchs weiter.
Genau diese Kombination macht Rallyesport für uns aus: hohe Geschwindigkeit und enorme Dynamik auf der einen Seite – Konzentration, technische Vorbereitung und präzise Zusammenarbeit auf der anderen.
Direkt aufs Podium
Nach sechs Wertungsprüfungen stand schließlich fest: Unser erster gemeinsamer Rallyestart endet direkt auf dem Podium.
Mit einer Gesamtzeit von 24:45,7 Minuten erreichten Mirco Althoff und Korbinian Penzkofer im Toyota GR Yaris den 3. Platz in der Klasse NC6 und den 22. Rang im Gesamtklassement.
Für Korbinian war es damit nicht nur ein erfolgreiches Debüt als Beifahrer, sondern zugleich der erste Podiumsplatz. Für uns als Team war das Ergebnis die Bestätigung dafür, dass sich die intensive Vorbereitung der vergangenen Wochen ausgezahlt hatte.
„Im Auto war sofort dieses Gefühl da: kurze Ansagen, klare Reaktionen und völliges Vertrauen.“
Korbinian
Mehr als nur ein Ergebnis
Natürlich freuen wir uns über den Pokal und den Podiumsplatz. Noch wichtiger war für uns aber die Erfahrung, die wir an diesem Wochenende gemeinsam sammeln konnten.
Rallyesport zeigt sehr unmittelbar, was gute Teamarbeit bedeutet: Verantwortung übernehmen, sich aufeinander verlassen können und auch unter hohem Zeitdruck präzise Entscheidungen treffen. Jede einzelne Wertungsprüfung ist das Ergebnis der Arbeit vieler Menschen – im Cockpit ebenso wie davor und danach.
Die Rallye Laichinger Alb war damit für uns weit mehr als ein einzelner Wettbewerb. Sie war der erste gemeinsame Start von Mirco und Korbinian und gleichzeitig ein weiterer Schritt in der Entwicklung von twenty5 racing.
Sechs Wochen zuvor war es nur eine Idee. Sechs Wertungsprüfungen später standen wir gemeinsam auf dem Podium.
Und eines war nach diesem Wochenende ebenfalls klar: Das soll nicht unser letzter gemeinsamer Start gewesen sein.
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