Sechs Wertungsprüfungen, der erste richtige Wettbewerbseinsatz unseres Subaru und am Ende Platz fünf in der NC1: Die Rallye südliche Holledau war für uns vor allem ein Tag des Kennenlernens. Schwierige Bedingungen in der ersten Runde verlangten Geduld – gleichzeitig zeigte sich mit jedem Kilometer deutlicher, welches Potenzial in unserem Auto und unserem Zusammenspiel steckt.
Sechs Prüfungen, drei Strecken
Bei der Rallye südliche Holledau standen insgesamt sechs Wertungsprüfungen auf dem Programm. Drei unterschiedliche Strecken wurden jeweils zweimal gefahren.
Die Prüfungen gefielen uns sehr gut und boten die richtige Umgebung für den ersten echten Wettbewerbseinsatz unseres Subaru Impreza. Nach den bisherigen Vorbereitungen ging es nun darum, das Fahrzeug unter Rallyebedingungen kennenzulernen und ein Gefühl für seine Reaktionen zu entwickeln.
Auch die Erstellung des Aufschriebs funktionierte gut. Die Zusammenarbeit im Cockpit zwischen Mirco und Korbinian wurde von Prüfung zu Prüfung sicherer – eine wichtige Grundlage, um sich auf den anspruchsvollen Strecken schrittweise an das Potenzial des Autos heranzutasten.
Zu hoher Reifendruck in der ersten Runde
Die erste Runde mit WP1 bis WP3 verlief jedoch nicht ganz nach Plan. Für unsere Abläufe waren die vorgesehenen Zeiten auf den Verbindungsetappen sehr knapp bemessen. Dadurch blieb uns vor den Starts nicht genügend Zeit, um den Reifendruck optimal anzupassen.
Wir mussten deshalb mit einem deutlich zu hohen Reifendruck in die Wertungsprüfungen starten. Das wirkte sich unmittelbar auf das Fahrverhalten des Subaru aus: Das Auto fühlte sich schwammig an und ließ sich besonders in schnellen Passagen nur schwer präzise platzieren.
WP2 mit fast 200 km/h
Besonders deutlich wurde das auf WP2. Die Prüfung enthielt extrem schnelle Passagen, in denen Geschwindigkeiten von annähernd 200 km/h erreicht wurden.
Bei diesem Tempo braucht es absolutes Vertrauen in das Fahrzeug. Durch den hohen Reifendruck und das entsprechend unruhige Fahrverhalten fehlte uns jedoch genau diese Sicherheit. Wir entschieden uns deshalb bewusst dafür, vorsichtig zu fahren und keine unnötigen Risiken einzugehen.
Bei diesem Einsatz ging es nicht darum, vom ersten Kilometer an das letzte Zehntel herauszuholen. Viel wichtiger war es, das Auto unter realen Wettbewerbsbedingungen zu verstehen und eine belastbare Grundlage für die nächsten Rallyes zu schaffen.
Mit jedem Kilometer mehr Gefühl
Die Wiederholung der drei Wertungsprüfungen half uns dabei, die Strecken und den Subaru immer besser einzuschätzen. Die Abläufe im Cockpit wurden sicherer, das Gefühl für das Fahrzeug nahm zu und wir konnten die Erkenntnisse aus der ersten Runde direkt nutzen.
Gerade bei einem neuen Rallyeauto ist jeder Kilometer wertvoll. Wie reagiert das Fahrzeug in schnellen Kurven? Wie verhält es sich beim Anbremsen? Wo liegt die Grenze, und wie kündigt sie sich an? Die Rallye südliche Holledau lieferte uns darauf viele wichtige Antworten.
„Bei diesem ersten richtigen Einsatz ging es vor allem darum, den Subaru kennenzulernen und mit jedem Kilometer mehr Vertrauen aufzubauen.“
Mirco
Öl auf der letzten Wertungsprüfung
Auf der letzten Wertungsprüfung wartete noch einmal eine besondere Herausforderung. Öl auf der Strecke sorgte für schwierige und schwer einzuschätzende Bedingungen.
Da nicht klar definiert war, an welcher Stelle sich das Öl befand und wie groß der betroffene Bereich war, mussten wir mit zusätzlicher Sicherheitsreserve fahren. Entsprechend blieben wir auch in diesem Durchgang unter unseren Möglichkeiten.
In dieser Situation hatte es jedoch Priorität, das Fahrzeug sicher ins Ziel zu bringen. Eine einzelne schnellere Zeit wäre das unnötige Risiko nicht wert gewesen.
Platz 5 als gute Grundlage
Nach sechs Wertungsprüfungen erreichten Mirco Althoff und Korbinian G. Penzkofer Platz 5 in der Klasse NC1.
Mit diesem Ergebnis können wir zufrieden sein. Trotz des zu hohen Reifendrucks in der ersten Runde, der vorsichtigen Fahrt auf den schnellen Passagen und der schwierigen Situation auf der letzten Prüfung gelang es uns, den Subaru sicher ins Ziel zu bringen und wichtige Wettbewerbserfahrung zu sammeln.
Gleichzeitig wissen wir, dass im Gesamtpaket noch deutlich mehr Potenzial steckt. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen uns dabei, die Abläufe vor den Prüfungen zu verbessern, das Fahrzeug besser abzustimmen und bei den nächsten Einsätzen schneller Vertrauen aufzubauen.
Platz fünf ist für den ersten richtigen Rallyeeinsatz unseres Subaru eine gute Basis – und vor allem ein Ergebnis, auf dem wir weiter aufbauen können.
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